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    Oktober 27th, 2008KathiAllgemein

    Nach langen 10 Tagen melden wir uns wieder aus der Sonnenstadt Cape Town. Es hat sich viel getan und wir möchten euch nicht länger im Unklaren lassen.

    In den 10 Tagen haben wir unseren ersten Sonnenbrand bekommen, einen richtigen schmerzhaften, eine beste Freundin gefunden ebenso wie eine neue Puppenwohnung. In der Zeit haben wir mindestens drei Sushi-Orgien gefeiert und das DVD-Zauberwesen besucht. Kristina hat ein Leben gerettet und wir haben unseren ersten Tagesausflug gemacht.

    Der Sommer ist nun endlich da. Aus unerklärlichen Gründen haben wir unsere Sonnencreme nicht genutzt und uns ordentlich verbrannt obwohl wir doch soooooooo braun sind… na ja es hatte was gutes; Endlich konnte Kristina ihre Tube Bepanthen auspacken und so Platz schaffen für SOUVINIERE.

    Ein französisches Wort was wir nicht schreiben können, aber dafür haben wir ja nun Aude. Aude ist unsere neue französische Freundin, die schon 1 Jahr in Berlin gelebt hat. Auda aus Paris kennen wir zwar erst eine Woche, es kommt uns aber vor wie eine Ewigkeit. Wir haben Sie in die Welt des Woolworth eingeweiht und waren in der Zeit auch schon mit ihr am Strand, am Pool, hatten einen DvD-Abend und einen Tagesauflug, sind mehrmals ausgegangen und kennen dank Aude nun alle Franzosen in ganz Cape Town…. Das muss was heißen! Zu unserer Freude hat sie ein französisches Wunder mit zum Karaoke-Abend mitgebracht. Es war ein ganz normaler Dizzies Dienstag, also ein Dienstag an dem wir ja immer in die Karaoke Bar in Camps Bay fahren. Aude erwartete uns in einem alten roten Auto mit zerstörten Fenstern und am Steuer ein französischer Freund den sie frisch aufgetrieben hatte. Das französische Wunder heißt Bertrant, ist groß und äußerst attraktiv. Die Arroganz sollte ihm noch ausgetrieben werden bis zu unserem nächsten Treffen. Fotos folgen!

     

    Kommen wir zum nächsten Highlight. Kontinuiierlich waren wir auf Wohnungssuche um unseren Gästen an Weihnachten ein kuscheliges Heim zu bieten. So begab es sich letzte Woche dass Shaun, unser zuverlässiger und weltgewandter Makler ein Zuhause für uns fand. Shaun weiß einfach am besten was „unser Style“ ist und so hatte er auch gleich das perfekte Objekt an der Hand. Riesige Spiegel, barocke Möbel, Homekino, riesige Spiegel… Es ist die reinste Puppenstube und liegt am Fuße des Lions Head. Fotos könnt ihr dann in 2 Monaten sehen. Seid gespannt! Ein Kühlschrank nur für Weinflachen, das sagt doch alles!

     

    Kommen wir nun zu unserem grazilen DVD-Wesen. Wir wissen nicht wie er heißt, von welchem Stern er kommt und ob er nicht vielleicht doch zum anderen Ufer gehört. Ungewöhnlich wäre es nicht denn Kapstadt ist wirklich unübertrefflich was die Schwulenquote betrifft. Fest steht, dass er, das DVD-Wesen uns durch seinen guten Geschmack schöne Abende beschert hat. Vielleicht freunden wir uns mit ihm an, wenn die Zeit reif ist. Dann könnt ihr ihn auch auf Bildern finden. Nett findet er uns auf jeden Fall und weitere besuche in unserer Videothek stehen fest im Programm.

     

    Das Nachtleben von Cape Town hat einiges zu bieten. Zum ersten Mal in ihrem Leben wagte Kristina abends eine kurze weiße Hose anzuziehen. Das wurde ihr schnell zum Verhängnis. Der Türsteher des Waiting Rooms meinte zu ihr: „I like your style. You look like a single!“ Nachdem wir den Türsteher aufgeklärt haben traten wir ein und genossen den Abend mit Elies, unserer holländischen Freundin.

     

    Gestern sind wir mit Aude und ihrem Besuch aus Frankreich zu den Pinguinen gefahren und zum Kap der guten Hoffnung. Es war eine wundervolle Reise voller Impressionen. Auf dem Weg dahin und zurück sahen wir so viele Tiere, wie man sie kaum in einem Zoo zu Gesicht bekommt. Chronologisch aufgelistet waren es: Pinguine, Seehunde, Paviane ( Die Touristen ihre Taschen geklaut hatten), Antilopen, Zebras, Wale, Kamele und einen Schildkröte ( Kristina die diesen Text soeben Kathi zur Korrektur übergeben hat schrieb anstatt Schildkröte „Igel“… ihre Erinnerungen verblassen….). Diese Schildkröte riskierte waghalsig ihr Leben und spazierte in Mitten einer Straße. Kurzerhand zog Aude die Handbremse an und Kristina rannte auf die Straße um das Schlimmste zu verhindern. Sie half der Schildkröte über die Straße und rettete damit ihr Leben.

    Übrigens ist die Reise zu dem Kruger Park gebucht. Freitag Nacht geht’s los nach Johannesburg mit Claudi. Freut euch auf schöne Bilder und spannende Geschichten.

     

    Kurze Info noch zu den Bildern: Aufgrund des stürmischen Wetters, welches uns nachts den Schlaf geraubt hat und die Fensterfront zum Wackeln brachte, haben wir uns der Kultur unserer neunen Heimatstadt gewidmet und neben der Slave Lodge das Malay-Viertel besucht. Zum ersten Mal in unserem Leben waren wir gezwungen ein Kopftuch aufzusetzen und unsere Füße nackig zu machen, als wir in die bekannte Moschee eintraten. Einmal und nie wieder!

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    Oktober 19th, 2008KathiAllgemein

    Froh und munter melden wir uns nun nach einer Woche voller Sonnenschein zurück. Wir sind mal wieder auf Wohnungssuche, denn der owner des aktuellen Appartements kommt über Weihnachten, sodass wir unsere wunderschöne Unterkunft wechseln müssen. Heute morgen haben wir unseren Balkon offiziell eingeweiht, denn es wird permanent wärmer. Leider bedeutete das auch dass der Tourismus zunimmt, was die Preise steigen lässt. Um eine Wohnung für uns zu finden, in der wir auch Weihnachten feiern können, haben wir zeitnah unseren euch bekannten Makler Shaun kontaktiert. Shaun, der dem Alkohol nicht abgeneigt ist und somit ziemlich auf unserer Wellenlänge ist, führte uns nach ein paar Gläschen Wein den Ernst unserer Lage vor Augen. Wir werden die Adderley Terraces definitiv Anfang Dezember verlassen müssenL.

     

    Nach dieser Niederschmetternden Prognose trat der Nächste attraktive Mittvierziger in unser Leben. Craig. Craig ist unser Tennislehrer. Auf dem schönsten Tenniscourt der Welt lernten Kristina und Kathi die ersten Kniffe für eine starke Vorhand. Wir wollen uns jetzt wöchentlich mit Craig treffen. Dass er bereits 12 Jahre in Schwabing und Bogenhausen,München, unterrichtet hat, unterstreicht seine Kompetenz. Direkt an der Strandpromenade, mit Blick auf die beiden Ausläufer des Tafelberges, Signal Hill und Lions Head, spielen wir nun jeden Freitag.

     

    Leider waren nach dem Tennis die Umkleiden schon abgeschlossen, sodass Craig uns in unseren Miniröcken mitten in Greenpoint ausgesetzt hat wo wir der Straßenmeute hilflos ausgeliefert waren. Schutz fanden wir dann in der Residenz. Dem Haus wo die meisten der Sprachschüler wohnen. Dort fand gestern ein Braai, also ein Barbecue, statt. Diego, ein brasilianischer Grillmeister, präparierte Haufenweise Fleisch und wir waren sicher 40 Leute. Wir können Weißwein langsam wirklich nicht mehr sehen und wir wurden soeben im schonungslosen Fahrstuhllicht mit den Nebenwirkungen konfrontiert. Weißwein und extreme Sonneneinstrahlung haben extreme Krähenfüße rund um unsere Augenpartie verursacht. Mal ganz abgesehen von den permanenten Blassuren die wir uns bei den täglichen Minibustouren zuziehen. Blaue flecken, Ratscher, angestoßene Stirnpartie ist noch harmlos. Jeden Morgen um kurz vor neun werden wir unsanft von unserem jeweiligen Minibusfahrern aus dem Wagen gestoßen.

     

    Wir haben diese Woche aber auch erstmals unser Terrain verlassen. Und zwar haben wir an einer Township-Tour teilgenommen. CapeTown hat sieben Townships, wo die schwarze Bevölkerung meist in Wellblechhütten haust. Wir waren dann auch gleich in dreien, wobei das Größte zwei Millionen Menschen beherbergt. Mit ca. 7 Touristen und einem einheimischen Führer haben wir zunächst einen Naturheiler aufgesucht. In seiner abartig stinkenden Hütte fabriziert dieser aus allen möglichen toten Tieren Medikamente. Danach kamen wir zu einem Weisenhaus für HIV positive Kinder. Wir wurden überall total freundlich begrüßt und die Trostlosigkeit, die wir mit Armut verbinden, war kaum zu spüren. Anfangs hatten wir Berührungsängste und wollten auch gar keine Fotos machen. Doch je länger wir uns aufhielten, desto willkommener fühlten wir uns. Das Eintauchen in die Townships war also in keinster Weise befremdlich, sondern aus unserer Sicht absolut Pflicht, wenn man in Kapstadt lebt.

     

    Wir entdecken täglich neue schöne Ecken hier in der Stadt. Die Ausgehmöglichkeiten sind enorm und das Essen und Trinken ist preislich und qualitativ absolut attraktiv. Mittwochabend haben wir uns also mit ein paar Freunden aus der Sprachschule getroffen. Ihr könnt die Bilder bald sehen: Seffie, die dunkelhaarige Holländerin, Elissa, die blonde Holländerin, Claudi, die mit uns in den Krügerpark fliegt und Sebastian, für den Kapstadt der Beginn einer kleinen Weltreise ist. Wir gingen also ins Mama Africa, wo jeden Abend afrikanische Tänzer live singen und tanzen und wo man traditionell essen kann. Kristina probierte dann auch gleich éin Krokodil. Schmeckt wie Hühnchen nur zäher. Kathis Antilope entpuppte sich nach dem Essen leider als langweiliges Lamm, deshalb hat sie hier nichts zum angeben. Eine englische Menükarte hat nun mal so seine Tücken… da verwechselt man schon mal Lamm mit Antilope… Nachdem wir uns mit Cocktails eingestimmt hatten, ging’s ab ins P1 von Cape Town. Gleich am Ende unserer Straße, wie praktisch, gibt es im 31 Stock das Hemisphere. Mit Taxi ging’s zum roten Teppich, wo wir in 20 Sekunden in den 31 Stock flogen. Absolutes Kontrastprogramm. Alles stylish, poshes Publikum und R’n’B. Es war komisch so erhaben über der Stadt zu feiern, während man eigentlich weiß, dass das Leben da unten nicht so rosig aussieht. Aber das ist nun mal die Schere zwischen Arm und Reich, die hier sehr groß ist. Heute lagen wir am Pool während um uns herum die Polizeisirenen heulten. Alltag in Kapstadt.

     

    Diese Woche konnten wir auch unsere erste Reise fixieren. Mit der Hilfe von dem Reiseveranstalter, wo Kathi ihr Praktikum machen wird, haben wir uns ein Programm zusammengestellt mit dem wir in 10 Tagen das meiste von Südafrika sehen können. Direkt nach dem Sprachkurs, also am 1. November haben wir diese 10 Tage nun komplett fürs Reisen verbucht. Erst fliegen wir mit Claudia zu dritt nach Johannesburg. Von dort geht es mit dem Bus in den Krügerpark, der größte Nationalpark Südafrikas ( vielleicht sogar ganz Afrikas, wir werden dass recherchieren). Dort bleiben wir dann 4 Tage, wir machen Buschsafaris, Schimpansenwanderungen und und und. Dann fliegen wir von Johannesburg, wo wir uns nicht aufhalten können, bzw. wollen wegen der hohen Kriminalität, weiter nach Durban am indischen Ozean. Dort setzen wir Claudi ab, die dort in einem Krankenhaus arbeiten wird und Kristina und Kathi fahren mit ihrem Mietwagen die ganze Küste, ca. 1600km in 6 Tagen bis runter nach Kapstadt. Diese Route nennt sich Garden Route. Wir werden dann spontan vor Ort entscheiden wo wir unterkommen, wo es uns gefällt bleiben wir dann einfach.

     

    So dass war die Kurzfassung der vergangenen Woche. Auf Kleinigkeiten wie unsere Powersouvinir – shoppingtour möchten wir jetzt nicht im Detail eingehen da es uns finanzielle sehr angegriffen hat. Es gibt aber auch so tolle Sachen hier. Andere, subtilere Dinge wie etwa FlipFlops suchen wir vergeblich. Und der Fakt, dass wir die Fenster unseres Appartements immer noch nicht geputzt haben ist absolut positiv zu bewerten. Im Moment sind wir einfach zu beschäftig damit uns von einem Sushi Restaurant zum nächsten zu essen. Sushi ist hier viel günstiger, frischer und leckerer als im alten Deutschland sodass wir uns eisern vorgenommen haben uns so mit Sushi zu überessen, dass wir nach den fünf Monaten kein Sushi mehr sehen können.

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    Oktober 9th, 2008KathiAllgemein

    Man bucht einen Sprachkurs über eine deutsche Agentur, bezahlt sehr viel Geld und man erwartet viele andere Deutsche, die sehr viel Geld bezahlt haben. Vielleicht ein paar Österreicher oder Schweizer und viele langweilige schlecht bezahlte, frustrierte Lehrer die versuchen den Deutschen den Unterschied zwischen since und for zu vermitteln.

     

    Ganz falsch. Wir müssen sagen, unsere Erwartungen wurden übertroffen. Der Großteil unserer Mitschüler sind Brasilianer. Es gibt Wagner aus Brasilien, Erin aus Korea, Anouk aus Mosambique, Ivanilson und Burundi aus Angola, Seefie aus Holland und Jutta und Claudi aus Deutschland. Kristina, die mit der geselligen Kultur der Brasilianer bisher nicht sehr vertraut war, geriet nahezu in Extase als Rodrigo, Rafael, Wagner ( Nickname Vagina) und Mathäus ihre Gitarren und Trommeln auspackten und uns in der Residenz ein Ständchen nach dem anderen sangen. Die meisten students sind in der Residenz gegenüber der Schule untergebracht, wo sie für kostengünstige 700 Euro!!! Im Monat ein Zimmer mit internationalen Studenten teilen. Internet und Pool ist leider nicht vorhanden aber dafür kann man ja zur Schule gehen, denn dort gibt es einen Pool, eine modrige Ledercoach in der sich zwei Hunde kuscheln, eine big Mama die jede Stunde die Pausenglocke schwingt und Kaffee und Tee for free.

    Und wie das Leben so spielt wurden Kristina und Kathi gleich nach dem Einstufungstest getrennt. Kathi, die Fortgeschrittene, wurde George zugeteilt und Kristina hat je 2 Stunden bei einer Hindu Inderin und einem permanent bonbonlutschenden Zimbabwer. Wusstet ihr das in Zimbabwe jeder Millionär ist und die Inflationsrate eine der höchsten der Welt ist? Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 37 Jahren.

    Wir lernen durch die multikulti Schule wahnsinnig viel über andere Länder, unser Horizont erweitert sich täglich und auch Kathis homo Lehrer George hat als ehemaliger Townshiplehrer einiges auf dem Kasten. (Wusstet ihr das Kapstadt nach San Fransisco die größte Stadt ist was den Schwulenanteil betrifft?) Aus unserem Klassenzimmer können wir permanent die Fortschritte am Stadion in Greenpoint beobachten. Dort soll angeblich 2010 die WM stattfinden. Lustig auch der Kommentar gestern von Seefie die schon 4 Wochen da ist:„oh see , the cranes are able to move, can not believe it!“

    Wir sind auf jeden fall mehr als zufrieden mit unserer Schule, wir lernen nicht nur effektiv Englisch, Kristina hat einen Ersatz für Elton gefunden, der schmusige Boxer der immer in der modrigen Ledercouch zu finden ist hat ihr Herz erwärmt. Da wir eh jede Stunde 10 minuten Pause haben, ist ein Besuch bei Captain Jack schon zur Routine geworden.

     

    Montag war es dann auch gleich super heiß und so ging es nach unserem ersten Seafood auf zum Minibusadventure. Man muss sagen, als wir hier ankamen, haben wir uns kaum auf die Straße getraut aber jetzt haben wir uns echt daran gewöhnt die einzigen Weißen im Zentrum zu sein. Komischerweise wohnen die meisten weißen Südafrikaner und Studenten in klangvollen Vororten wie Greenpoint, Camps Bay und Seapoint, Kathi und Kristina nicht. Minibusse sind meist alte VW Busse in denen um die 15 Leute Platz finden, die düsen hier überall rum und du brauchst nur mit der Wimper zu zucken und die haben dich schon reingezerrt. Für schlappe 30 Cent bist du am Start und die bringen dich echt vor jede Haustür in ganz Kapstadt. Unser erster Minibus war dann gleich der 6er im Lotto, wir durften vorne neben dem Fahrer sitzen und dieser war ca. 80 Jahre alt und konnte das ganze Album von Mariah Carey auswendig, siehe Fotoalben. Er brachte uns sicher und vor allem super schnell zum Strand und wir waren wirklich sehr angetan. Karibisches Wasser und weißer, weicher Sand. Noch dazu wimmelt es vor Brasilianern. Wusstet ihr das Brasilien die number one Nation ist was Schönheits OPs angeht? Am Clifton Strand war das auf jeden Fall unübersehbar. Noch nie haben wir so viele falsche Brüste und aufgespritze Lippen gesehen.

     

    Kommunikativ wie wir sind haben wir uns Dienstagabend den anderen Studenten angeschlossen und sind zum warm up in die Residenz gefahren um danach zum Karaokesingen loszuziehen. Wusstet ihr, das wenn man hier Pizza bestellt und die brauchen länger als 30minuten, dann ist die ganze Bestellung umsonst?! Also wir aßen Pizza und tranken warmen, süßen Wein. Danach gings mit mehr als 20 Leuten mit Taxis ins Dizzys wo wir sehr viel Spaß hatten… Manche von uns hatten so viel Spaß, dass sie sich entschieden nicht nach Hause zurückzukehren, sondern lieber die Nacht im Gefängnis zu verbringen… Der Brasilianer Rafael kann sich nicht erinnern wie er da hin kam, aber zart beseitet darf man da nicht sein, man wird gerne mit 30 kriminellen in einen Raum gesperrt. Auch wenn man Schauspielerin und weiblich ist, kennen die da kein Pardon. So geschehen, als eine Schauspielerin ihren Hund abends „illegal“ nach 9 Uhr am Strand freiließ…

    Apropos Schauspieler. Wir durften bei unserem ersten Besuch an der Viktoria Waterfront gleich einen Dreh für die Sendung „Traumschiff“ beobachten. Anscheinend dreht man gerade 24 in Cape Town und allgemein boomt die Filmindustrie.

     

    Marketingaffin wie wir sind haben wir auch schon die wichtigsten Marken aufgespürt. Jeder trägt hier Billabong Klamotten und das Kaufhaus Woolworth ist ein wahres Paradies hier in Südafrika. Nicht zu vergleichen mit dem deutschen Ableger. Wir kaufen alles bei Woolworth: Sandwiches, geschnittene Champignons, Handtücher, Kleidung, Saftpressen… morgens vor der Schule, mittags nach der Schule in Greenpoint und dann noch mal am Nachmittag ein kleiner Abstecher zum Woolworth in unserer Straße. Unsere Schublade türmt sich vor schwarzweißen Plastiktüten von Woolworth. Warum wir das poshe Kaufhaus Woolworth für unsere täglichen Lebensmitteleinkäufe bevorzugen, möchten wir nicht näher erläutern, da ein vorhergegangenes Erlebnis in einem einheimischen Supermarkt uns stark prägte.

     

    Morgens fahren wir immer mit dem Minibus zur Schule, es ist viel schneller als Taxi, es ist super günstig, kuschelig und wenn man Glück hat erwischt man nen Blackmusic Minibus, das ist dann eine riesen Party. Man kann aber auch Pech haben, dann sitzt man auf einem wackeligen Klappsessel und während der Fahrt geht gerne mal in der Kurve die Seitentür auf, so ist es Kathi geschehen…

     

    Nachdem unser Makler Shaun gestern Abend extra vorbeigekommen ist um Staubsauger, Abzugshaube, Balkontür und DVD Rekorder zu reparieren gucken wir nun abends DVDs, denn sobald es dunkel ist, sollte man sich nicht mehr ohne Taxi in der Stadt bewegen. Dies Wochenende haben wir noch nichts Spezifisches geplant, aber die Möglichkeiten sind enorm. Da wir ja zwischen Sprachschule und Praktikum unerwartet 10 freie Tage haben, steht nun fest, dass wir dann schon in den Krügerpark und nach Jo’burg fliegen werden. Ob Camping, ob Swasiland oder doch lieber Mosambique entscheidet sich morgen.

     

    Ein erstes Fazit lässt sich nach einer Woche Cape Town auf jeden Fall ziehen: Wir haben alles richtig gemacht!

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    Oktober 5th, 2008adminAllgemein

    Gestern bezogen wir beiden Hübschen unser wunderschönes Appartement in der Adderlystreet mit unseren 4 Pieces plus Handgepäck. Wir freuen uns seit dem Tag über die wundervolle Aussicht auf den Table Mountain aus dem 10. Stock…unter uns unser Pool und Gym. Beides wollen wir morgen testen. Im Fahrstuhl und gewappnet mit vielen Taschen trafen wir später Moses, der Retter in der Not, ja, er heißt wirklich so. Wir wussten zwar nicht was er in unserem Fahrstuhl suchte, baten ihn jedoch um Auskunft. Moses ließ uns in die afrikanische Welt eintauchen und führte uns zum Gemüse-Markt und Pick and Pay Shop, schob unseren Einkaufswagen und trug unsere Taschen. So viel Hilfsbereitschaft und das ohne Hintergedanken. Nein, das war zu naiv. Ein wenig Trinkgeld hat er bekommen, denn bis vor die Haustür hat er uns gebracht. Zu Feier des Tages stießen wir gestern mit unserem hilfsbereiten Makler mit Sekt und Erdbeeren an. Er plauderte aus dem Nähkästchen und fuhr Heim. Angetruken begann Kathi dann zu kochen und Kristina zu putzen. Fix und fertig fielen wir in unser kuscheliges und luxeriöses Bett.

    Für Morgen haben wir uns nämlich sehr viel vorgenommen: Auto kaufen/mieten, passenden Adapter für unseren Fön finden, da Kathi heute ihre Haare mithilfe der Klimaanlage trocknen musste, das Meer sehen, Internet besorgen, rosa Puschen für beide kaufen, da sehr kalte Fliesen…Letztendlich haben wir alle Autovermietungen ausgecheckt. Morgen meldet sich der Sixt-Typ, ja, am Sonntag, der uns unter der Hand ein more cheaper Car besorgt. Adapter haben wir gefunden, eben so wie die Puschen und einige andere Dinge, die das Leben versüßen. Das Meer haben wir auch gesehen. Wir aßen unsere WRAPS, ja, schon wieder, unter der Sommersonne und Oktoberfest-Musik. Ein sonderbarer Anblick bot sich uns: Wir waren nicht die einzigen Hellhäutigen. Es wimmelte von kauffreudigen Touristen an der Promenade des Kapstädter Hafens! Dort fanden wir auch Häagen Dazs. Geduldig lauschten wir zunächst dem einen und dann dem anderen Mitarbeiter von Vodacom, bis wir schließlich für sehr viel Geld unseren Internetzugang bekamen. Zuhause testeten wir unser Glück mit unserem neuen Modem. Kathi musste noch sehr spät am Abend insgesamt 3 mal Aziz von Vodacon anrufen, bis das Internet ging. Diesem war keine Mühe zu groß uns in unserem Luxus-Appartment aufzusuchen und uns bei unserem Internet-Problem zu helfen. Wir lehnten dankend ab um weitere Unannehmlichkeiten mit der Security zu vermeiden. Diese wacht nämlich 24 Stunden täglich an zwei Eingängen des Gebäudes. Unsere Gäste müssten vorher namentlich festgehalten werden. Ein Telefonanruf bei uns hätte dann noch gefehlt und der Gast dürfte eintreten…

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    Oktober 2nd, 2008adminAllgemein

    Falls ihr Vermutungen anstellt warum wir so oft online sind, hat das nichts damit zutun dass uns langweilig ist. Wir nutzen nur den Internetzugang hier im Hostel, da wir morgen schon ausziehen. Zunächst wollten wir ja 15 Tage im Hostel bleiben, allerdings war uns nicht klar, dass das mit der Wohnungssuche so reibungslos klappt. Nach dem gestrigen Telefonmarathon haben wir heute nach 15 Stunden Schlaf und einem relaxten günstigen Morzarella Frühstück in unserer Bar ein Date mit Shaun wahrgenommen. Shaun ist unser Makler. Shaun ist toll. Shaun ist weltgewandt und sprüht vor Witz, Esprit und Charme. Ein wahrer Südafrikanischer Gentlemen. Er hat uns zu einer 70 m² Wohnung gefahren, die allerdings nur eine Einraumzimmerwohnung war und nicht super zentral. Trotz riesigem Pooldeck und Grillplateau haben wir uns dagegen entschieden. Wer will schon im Bikini am Pool liegen mit Ausblick auf die Townships?

     

    Nach dieser Besichtigung haben Shaun und wir Freundschaft geschlossen. Und wie das unter Freunden so ist, baut man Vertrauen auf. Daraufhin zeigte uns Shaun in seinem Bürokomplex, mitten in Cape Town, super cool gelegen einen Traum von einer Wohnung. Ca. 70m² auf zwei Ebenen mit zwei Balkonen, hellen Wildleder Couches und pinken Kissen. Zwei Bädern, wundervoller Küche UND Pool und Fitnessstudio einen Stock tiefer. Nicht zu vergessen einen Tiefgaragenplatz, zwei Securities UND einen einzigartigen 180° Blick auf den Tafelberg. Und das alles, ja das alles für den Freundschaftspreis VON: 230 Euro für jeden!!!!! HAAAAAMMMER. Schlaue Kathi hat die Cancellation Protection gebucht und somit war es keine Problem uns Hostel zu stornieren. Heute schlafen wir also noch einmal im Ashanti und morgen früh ziehen Kathi, Kristina und Shaun ;-) in ihre Luxuswohnung. Der einzige Haken der Wohnung ist, dass es kein Internet gibt und eine Verbindung zu beantragen ist nicht easy. Heute wird auf jeden Fall noch auf dem Dach in der Bar gefeiert, haben auch schon ein Date mit ner anderen Deutschen, es gibt komische Malibu Cocktails und danach verbringen wir unsere letzte Nacht im afrikanischen Traumhostel.

     

    Ach wir haben heute mutierte Riesenenten gesehen, tausende zutrauliche Eichhörnchen und wir sind uns darüber bewusst geworden, dass die Kriminalität hier echt nicht zu unterschätzen ist. Die Sicherheitsvorkehrungen in allen Läden und Häusern sind mehr als massiv, somit vermutet man hinter jeder Ecke Böses…

     

    Ab morgen werden wir uns somit seltener melden. Wenn erstmal unser Blog aufgemotzt wurde, könnt ihr unsere ersten Bilder bewundern. Seit gespannt. Ich, Kristina, versuche auch die Riesenenten einzufangen für euch. Nun holen wir die Deutsche ab für einen Malibu-Drink…

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    Oktober 1st, 2008adminAllgemein

    Wundervolles hostel, anstrengender Flug und wolkige Berge. Falsch durchs Reisebüro informiert, wollten wir am check-in unsere zwei Koffer a 23 kilo einchecken, wo sich dann allerdings zeigte, dass nur “2pieces” erlaubt waren. Schock! Umpacken? Schuhe daheim lassen? Kommt nicht in Frage!!!

    Einen patzigen Anruf beim Reisebüro später war klar, die 113 Euro werden von STA getragen und wir dürfen glücklich mit unseren pieces nach AFRIKA. Im Flugzeug gleich ein stinkiger Parfumjunkie neben Kathi, der uns gleich mal mit der Afrikanischen Mentalität vertraut machte. Keine Angst vor Körperkontakt, so behielt er seinen Ellbogen stets in Kathis Rippe gepresst. Kristina, Landpomeranze war völlig überwältigt von ihren Gefühlen als sie das Survival Package der British Airways in den Händen hielt. Nicht nur Socken, Decken, Pinke Kissen, Zahnbürste und dunkle Augenklappe, nein Sie servierten auch noch Wraps.

    Die 11 Stunden waren anstrengend aber am Flughafen angekommen wurde Frau Emptmeyer direkt ausgerufen und in den Minibus verfrachtet. Die Ökos und Pädagogen, mit ihren kleinen Rucksäcken schauten neidisch auf unsere “4pieces”. Danke STA!!!

    Vorbei an den Townships und Golfplätzen erreichten wir ein dekadentes Hostel im viktorianischen Stil am Fusse des Tafelberges, gegenüber des besten Hotels der Stadt, schönen Pool, Dachterasse mit Bar und grauen Eichhörnchen wohin man schaut… Das Hostel ist voll toll eingerichtet, zebrastühle undWandfresken absolut nice.

    Zu Fuß haben wir die Stadt erkundet, uns local Handys besorgt und uns über die Massen an Avocados gewundert, die anstelle von Bananenschalen auf den Bürgersteigen rumliegen. Heute Abend gehen wiur erstmal noch nicht zum Party machen in die Townships, zu müde. Wir geniessen das Internationale Flair und versuchen uns an den Gedanken zu gewöhnen, dass das hier jetzt unsere Heimat ist.

    Ach übrigens ist es nicht sonnig, sehr windig, äusserst kühl und stark bedeckt. Kathi hat sich schon ein surfbrett ausgeguckt und kristina hat ihr date zum Haikäfigtauchen auch schon fixiert.

    Morgen kaufen wir ein Auto, voraussichtlich einen Toyota. Sehr zuverlässig, good car good quality.